Warum Rabatte Deinem Stil schaden
Frau mit reduziertem T-Shirt

 Ich kaufe den Preis, nicht das Teil: Warum Rabatte Deinem Stil schaden.

Eigentlich weiß eigentlich ganz genau, was in meinem Kleiderschrank fehlt. Meistens nichts. Bei den meisten ist eher zu viel drin als zu wenig. Bei mir ist es übersichtlich. Ich bin Profi, ich habe ein System und eine lange Liste an Kriterien, wann ein Teil in meinen Schrank darf. Ich entscheide bewusst und überlegt. Und trotzdem gibt es in meinem Kopf eine Sollbruchstelle, die jede Vernunft aushebelt: Prozente.

 

Die Ausredenabteilung übernimmt.

Vielleicht sind es die schwäbischen Wurzeln. Vielleicht ein Kindheitstrauma im Schlussverkauf. Aber wenn ein Teil nur noch die Hälfte kostet, werde ich schwach. Und dann übernimmt in meinem Gehirn die Abteilung für kreative Ausreden.

Die Farbe ist nicht ganz mein Farbtyp und macht mich blasser, als ich bin? Gilt nur für Farben am Gesicht, bei dieser Hose kann ich eine Ausnahme machen. Der Polyesteranteil liegt bei 20 Prozent? Ganz ohne Kunstfaser knittert es auch schnell, das geht gerade noch. Der Rock hat nicht die ideale Länge? Kann ich kürzen. Der Blazer ist vielleicht zu weit? Ich habe schöne Gürtel.

Ich bin richtig gut in dieser Disziplin. Für jedes Gegenargument finde ich ein Gegen-Gegenargument. Und je höher der Rabatt, desto mehr Überstunden macht die Ausredenabteilung.

 

Nicht 50 Prozent gespart, sondern ausgegeben.

Am Ende kaufe ich oft Teile, die ich zum vollen Preis keines Blickes gewürdigt hätte. Der Rabatt fühlt sich an wie ein Gewinn. Dabei habe ich Geld ausgegeben für etwas, das ich nie gebraucht hätte. Nicht 50 Prozent gespart, sondern ausgegeben. Und allermeistens hängen diese Teile ungetragen im Schrank und landen irgendwann bei Vinted.

 

Was passiert da? Ich kaufe den Preis, nicht das Teil. 

Ein gutes Kleidungsstück passt zu Deinem Körper, Deiner Wirkung, Deinem Alltag. Ein Rabatt passt nur zu Deinem Sparfuchs-Gen. Das hat mit Stil genau nichts zu tun.

 

Die eine Frage vor dem Klick auf Kaufen.

Bevor ich auf Kaufen klicke, stelle ich mir seit neuestem immer nochmal eine Frage: Würde ich das auch zum vollen Preis nehmen? Wenn nein, fliegt es aus dem Warenkorb. Und das passiert dann fast immer.

Diese eine Frage sortiert zuverlässiger aus als jede Kriterienliste. Denn sie trennt das, was ich wirklich will, von dem, was mich nur der Rabatt fühlen lässt.

 

Der beste Laden ist der eigene Schrank.

Der beste Laden ist ohnehin der eigene Schrank. Die meisten von uns besitzen längst genug – wir sehen es nur nicht, weil die Teile nie richtig zusammengestellt werden.

Wenn ich mit Kundinnen arbeite, gibt es am Anfang sogar ein Kaufverbot. Wir sortieren, kombinieren neu, geben vorhandenen Teilen eine Aufgabe. Und plötzlich taucht die halbe „neue“ Garderobe aus dem eigenen Schrank auf. Erst wenn klar ist, was wirklich fehlt, lohnt sich gezieltes Kaufen – zum vollen Preis, mit voller Überzeugung.

Bewusst Kleidung kaufen heißt nicht, weniger Freude an Mode zu haben. Es heißt, dass jedes Teil im Schrank eine Aufgabe hat und Dich in Deiner Wirkung stärkt, statt nur Platz und Geld zu kosten. Stil ist Selbstbestimmung – und die fängt beim Kaufen an.

 

Lust, Deinen Schrank neu zu sehen?

Ich bin Ellen, Stiltrainerin und Sichtbarkeitsaktivistin beim Büro für Strahlkraft in Hamburg. Ich arbeite mit berufstätigen Frauen, die im Business sichtbarer auftreten wollen – mit dem, was sie schon besitzen, und mit gezielten Käufen, die sich wirklich lohnen. Hier geht's zu meinem Stiltraining-Angebot.

 

Schreib mir eine Nachricht über das Kontaktformular für einen kostenlosen Kennenlerntermin.

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.